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Charité-Studie: Darum erkranken auch vollständig Corona-Geimpfte in Heimen

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Charité-Studie: Darum erkranken auch vollständig Corona-Geimpfte in Heimen

Charité-Studie: Darum erkranken auch vollständig Corona-Geimpfte in Heimen

Forscher von der Berliner Charité haben in einer Studie die Corona-Ansteckungen in einem Pflegeheim mit den seit Monaten vollständig geimpften Bewohnern… 10.06.2021, SNA

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Allerdings haben auch die Hersteller keine 100-prozentige Wirksamkeit bei den Corona-Impfstoffen versprochen, sondern wiesen immer darauf hin, dass das Serum in erster Linie vor einem schweren Verlauf der Infektion schützt und auf jeden Fall vor dem Tod. Doch kam kamen die Berichte aus einigen Pflegeheimen, wo sich die gerade viele Senioren trotz der vollständigen Impfung mit Corona infizierten. Der eigentliche Grund blieb aber unklar.Nun hat sich ein Forscherteam von der Charité einen solchen Corona-Ausbruch an einer Berliner Einrichtung im Februar angeschaut und hat die Immunreaktion älterer Menschen auf die Impfung untersucht. Damals hatten sich elf Pflegekräfte ohne vollständigen Impfschutz und 20 BewohnerInnen mit Sars-CoV-2 angesteckt. Nur vier Senioren von 20 BewohnerInnen waren noch nicht vollständig mit dem Biontech/Pfizer-Serum geimpft. Sie erkrankten schwer und mussten in einem Krankenhaus behandelt werden, ein Drittel der Geimpften zeigte Symptome wie Husten oder Atemnot. Von den 16 geimpften Seniorinnen und Senioren erkrankten nur zwei Frauen schwer an Corona, so dass sie in ein Krankenhaus eingeliefert wurden. Dort starb eine Patientin nach einem starken Anstieg des Blutdrucks an einer Hirnblutung. Die zweite Patientin starb im Heim, nachdem sie mehr als zwei Wochen schon nicht mehr infektiös war. Da die beiden verstorbenen Frauen keine Atemwegssymptome entwickelt hatten, gehen die Forschenden deshalb nicht von einem ursächlichen Zusammenhang mit der Corona-Infektion aus. Ein Zusammenhang mit der Impfung wird ebenfalls nicht in der Studie thematisiert.Zwei eventuelle Gründe für den AusbruchDie Ergebnisse der Studie stehen im Fachmagazin „Emerging Infectious Diseases“ fest. So mag der Ausbruch an der britischen Virusvariante B.1.1.7 liegen, die eine höhere Virusmenge im Rachen mit sich bringt und eine größere Übertragbarkeit hat.Den zweiten Grund fanden die Forscher in der Immunantwort der Betroffenen auf die Impfung selbst. Demnach soll die Impfung zwar wirksam, die Immunantwort bei Älteren jedoch verzögert und leicht reduziert sein, denn das Immunsystem älterer Menschen reagiere schlechter auf die Impfung als das jüngerer. Um das nachzuweisen verglich das Forschungsteam die Immunreaktion auf Biontech/Pfizer bei über 70-jährigen Patienten einer Hausarztpraxis mit der von Charité-Patienten von etwa 34 Jahren im Durchschnitt. Die Blutanalysen zeigten dabei, dass schon drei Wochen nach der ersten Dosis etwa 87 Prozent der Jüngeren Antikörper gegen das Virus hatten. Bei den Älteren waren es nur rund 31 Prozent. Einen Monat nach der zweiten Dosis hatten 99 Prozent aller Jungen Antikörper im Blut, unter den älteren waren es rund 91 Prozent. Die Antikörper bei den Älteren bildeten sich nicht nur langsamer, sondern konnten auch das Virus schlechter binden. Und auch der zweite wichtige Faktor der Immunität, die T-Zell-Antwort, zeigte eine schwäche Reaktion.Auch haben die Forscher aufgrund der Abstrichproben festgestellt, dass infizierte Geimpfte weniger Virus im Rachen hätten als Ungeimpfte. Bei den Geimpften wurde das Virus ebenfalls nur innerhalb von acht Tagen nachgewiesen statt 31 Tage bei den Ungeimpften. Vier weitere geimpfte Heimbewohner steckten sich trotz Kontakt während des Ausbruchs nicht mit Corona an. Aufgrund dieser Daten weisen die Forschenden auf die Wichtigkeit des Impfschutzes von Kontaktpersonen der besonders gefährdeten Risikogruppen hin.

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Forscher von der Berliner Charité haben in einer Studie die Corona-Ansteckungen in einem Pflegeheim mit den seit Monaten vollständig geimpften Bewohnern untersucht und kommen zum Schluss: es liegt an der reduzierten Immunantwort, bestimmt durch das Alter.

Allerdings haben auch die Hersteller keine 100-prozentige Wirksamkeit bei den Corona-Impfstoffen versprochen, sondern wiesen immer darauf hin, dass das Serum in erster Linie vor einem schweren Verlauf der Infektion schützt und auf jeden Fall vor dem Tod. Doch kam kamen die Berichte aus einigen Pflegeheimen, wo sich die gerade viele Senioren trotz der vollständigen Impfung mit Corona infizierten. Der eigentliche Grund blieb aber unklar.

Nun hat sich ein Forscherteam von der Charité einen solchen Corona-Ausbruch an einer Berliner Einrichtung im Februar angeschaut und hat die Immunreaktion älterer Menschen auf die Impfung untersucht. Damals hatten sich elf Pflegekräfte ohne vollständigen Impfschutz und 20 BewohnerInnen mit Sars-CoV-2 angesteckt. Nur vier Senioren von 20 BewohnerInnen waren noch nicht vollständig mit dem Biontech/Pfizer-Serum geimpft. Sie erkrankten schwer und mussten in einem Krankenhaus behandelt werden, ein Drittel der Geimpften zeigte Symptome wie Husten oder Atemnot. Von den 16 geimpften Seniorinnen und Senioren erkrankten nur zwei Frauen schwer an Corona, so dass sie in ein Krankenhaus eingeliefert wurden. Dort starb eine Patientin nach einem starken Anstieg des Blutdrucks an einer Hirnblutung. Die zweite Patientin starb im Heim, nachdem sie mehr als zwei Wochen schon nicht mehr infektiös war. Da die beiden verstorbenen Frauen keine Atemwegssymptome entwickelt hatten, gehen die Forschenden deshalb nicht von einem ursächlichen Zusammenhang mit der Corona-Infektion aus. Ein Zusammenhang mit der Impfung wird ebenfalls nicht in der Studie thematisiert.

Zwei eventuelle Gründe für den Ausbruch

Die Ergebnisse der Studie stehen im Fachmagazin „Emerging Infectious Diseases“ fest. So mag der Ausbruch an der britischen Virusvariante B.1.1.7 liegen, die eine höhere Virusmenge im Rachen mit sich bringt und eine größere Übertragbarkeit hat.

Den zweiten Grund fanden die Forscher in der Immunantwort der Betroffenen auf die Impfung selbst. Demnach soll die Impfung zwar wirksam, die Immunantwort bei Älteren jedoch verzögert und leicht reduziert sein, denn das Immunsystem älterer Menschen reagiere schlechter auf die Impfung als das jüngerer. Um das nachzuweisen verglich das Forschungsteam die Immunreaktion auf Biontech/Pfizer bei über 70-jährigen Patienten einer Hausarztpraxis mit der von Charité-Patienten von etwa 34 Jahren im Durchschnitt. Die Blutanalysen zeigten dabei, dass schon drei Wochen nach der ersten Dosis etwa 87 Prozent der Jüngeren Antikörper gegen das Virus hatten. Bei den Älteren waren es nur rund 31 Prozent. Einen Monat nach der zweiten Dosis hatten 99 Prozent aller Jungen Antikörper im Blut, unter den älteren waren es rund 91 Prozent. Die Antikörper bei den Älteren bildeten sich nicht nur langsamer, sondern konnten auch das Virus schlechter binden. Und auch der zweite wichtige Faktor der Immunität, die T-Zell-Antwort, zeigte eine schwäche Reaktion.

Die 105-jährige Elisabeth Steubesand winkt Journalisten zu, während sie am 8. Februar 2021 im COVID-19-Impfzentrum in Köln auf ihre Impfung wartet.  - SNA, 1920, 10.06.2021

Auch haben die Forscher aufgrund der Abstrichproben festgestellt, dass infizierte Geimpfte weniger Virus im Rachen hätten als Ungeimpfte. Bei den Geimpften wurde das Virus ebenfalls nur innerhalb von acht Tagen nachgewiesen statt 31 Tage bei den Ungeimpften. Vier weitere geimpfte Heimbewohner steckten sich trotz Kontakt während des Ausbruchs nicht mit Corona an. Aufgrund dieser Daten weisen die Forschenden auf die Wichtigkeit des Impfschutzes von Kontaktpersonen der besonders gefährdeten Risikogruppen hin.

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