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Deutsche Wissenschaftler kritisieren Genderpraxis bei ARD und ZDF

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Deutsche Wissenschaftler kritisieren Genderpraxis bei ARD und ZDF

Deutsche Wissenschaftler kritisieren Genderpraxis bei ARD und ZDF

Seit 2020 hat die Verwendung der sogenannten gendergerechten Sprache im öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR) zugenommen. In diesem Zusammenhang haben rund 90… 01.08.2022, SNA

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Unter den Unterzeichnern sind Mitglieder des Rates für deutsche Rechtschreibung, der Gesellschaft für deutsche Sprache und des PEN-Zentrums sowie etliche renommierte Sprachwissenschaftler (etwa Grammatik-Expertin Prof. Gisela Zifonun, Prof. Martin Neef von der TU Braunschweig und Dr. Olaf Krause vom Deutschen Rechtschreibrat).Der Autor des Schreibens, Germanist Fabian Payr (60) sagte zur „Bild“-Zeitung: „ARD und ZDF sollten die Sprachwissenschaft zur Kenntnis nehmen.“Er wirft den Sendern vor, sich in Diskussionen stets von einzelnen Befürwortern die gewünschte Meinung liefern zu lassen. Die Berichterstattung über das Gendern sei „vielfach tendenziös“ und diene im Wesentlichen der Legitimation des eigenen Genderns. Gendersprache ist ihm zufolge eine Kunstsprache. Payr warnt davor, dass das Gendern für erheblichen sozialen Unfrieden sorge und die Gesellschaft spalte. Ein Grund: Die Gendersprache werde „mit moralisierendem Gestus“ verbreitet.Die Sprachverwendung des ÖRR sei „Vorbild und Maßstab für Millionen von Zuschauern, Zuhörern und Lesern“, behaupten die Forscher.Im Aufruf wird darauf hingewiesen, dass mehr als drei Viertel der Medienkonsumenten Umfragen zufolge den etablierten, ganz normalen Sprachgebrauch bevorzugten – der ÖRR dürfe den Wunsch der Mehrheit nicht ignorieren. Die Unterzeichner bewiesen das auch sprachwissenschaftlich. Es gebe im Deutschen einen Unterschied zwischen Genus und Sexus – also grammatischem und natürlichem Geschlecht. So sei etwa „die Person“ nicht automatisch weiblich, obwohl ein weiblicher Artikel vor dem Wort stehe.Kritisiert wurde auch, dass der ÖRR die geltende amtliche Rechtschreibung missachte: Der Rat für Deutsche Rechtschreibung hatte im März 2021 explizit darauf hingewiesen, dass Gender-Sonderzeichen wie Genderstern, Doppelpunkt oder Unterstrich nicht dem amtlichen Regelwerk entsprechen, da diese Formen Verständlichkeit sowie Eindeutigkeit und Rechtssicherheit von Begriffen und Texten beeinträchtigen.Diese Missachtung der gültigen amtlichen Rechtschreibregeln sei „nicht mit dem im Medienstaatsvertrag formulierten Bildungsauftrag der Sender vereinbar“. Auf eine Anfrage der „Bild“-Zeitung teilte die ARD mit, das Thema werde in den Rundfunkanstalten „durchaus unterschiedlich diskutiert und gehandhabt“.Heißt: Gendern soll weiterhin erlaubt bleiben. Auch vom ZDF hieß es, das Gendern stehe den Moderatoren weiter frei.

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Seit 2020 hat die Verwendung der sogenannten gendergerechten Sprache im öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR) zugenommen. In diesem Zusammenhang haben rund 90 Sprachwissenschaftler und Philologen einen Aufruf gegen die Gendersprache unterschrieben und die Neubewertung des Sprachgebrauchs im ÖRR auf sprachwissenschaftlicher Grundlage gefordert.

Unter den Unterzeichnern sind Mitglieder des Rates für deutsche Rechtschreibung, der Gesellschaft für deutsche Sprache und des PEN-Zentrums sowie etliche renommierte Sprachwissenschaftler (etwa Grammatik-Expertin Prof. Gisela Zifonun, Prof. Martin Neef von der TU Braunschweig und Dr. Olaf Krause vom Deutschen Rechtschreibrat).

Der Autor des Schreibens, Germanist Fabian Payr (60) sagte zur „Bild“-Zeitung: „ARD und ZDF sollten die Sprachwissenschaft zur Kenntnis nehmen.“

Er wirft den Sendern vor, sich in Diskussionen stets von einzelnen Befürwortern die gewünschte Meinung liefern zu lassen. Die Berichterstattung über das Gendern sei „vielfach tendenziös“ und diene im Wesentlichen der Legitimation des eigenen Genderns. Gendersprache ist ihm zufolge eine Kunstsprache. Payr warnt davor, dass das Gendern für erheblichen sozialen Unfrieden sorge und die Gesellschaft spalte. Ein Grund: Die Gendersprache werde „mit moralisierendem Gestus“ verbreitet.

Die Sprachverwendung des ÖRR sei „Vorbild und Maßstab für Millionen von Zuschauern, Zuhörern und Lesern“, behaupten die Forscher.

Im Aufruf wird darauf hingewiesen, dass mehr als drei Viertel der Medienkonsumenten Umfragen zufolge den etablierten, ganz normalen Sprachgebrauch bevorzugten – der ÖRR dürfe den Wunsch der Mehrheit nicht ignorieren. Die Unterzeichner bewiesen das auch sprachwissenschaftlich. Es gebe im Deutschen einen Unterschied zwischen Genus und Sexus – also grammatischem und natürlichem Geschlecht. So sei etwa „die Person“ nicht automatisch weiblich, obwohl ein weiblicher Artikel vor dem Wort stehe.

Kritisiert wurde auch, dass der ÖRR die geltende amtliche Rechtschreibung missachte: Der Rat für Deutsche Rechtschreibung hatte im März 2021 explizit darauf hingewiesen, dass Gender-Sonderzeichen wie Genderstern, Doppelpunkt oder Unterstrich nicht dem amtlichen Regelwerk entsprechen, da diese Formen Verständlichkeit sowie Eindeutigkeit und Rechtssicherheit von Begriffen und Texten beeinträchtigen.

Diese Missachtung der gültigen amtlichen Rechtschreibregeln sei „nicht mit dem im Medienstaatsvertrag formulierten Bildungsauftrag der Sender vereinbar“. Auf eine Anfrage der „Bild“-Zeitung teilte die ARD mit, das Thema werde in den Rundfunkanstalten „durchaus unterschiedlich diskutiert und gehandhabt“.

Heißt: Gendern soll weiterhin erlaubt bleiben. Auch vom ZDF hieß es, das Gendern stehe den Moderatoren weiter frei.

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